Digitale Rasterfahndung – selbst fürs Lolli stehlen?

ein Wanted Poster im Wester-Stil mit Playmobilfigur in der Mitte
pixabay/Heiko Girschek/mhdhg


Immer mehr Fahndungsfotos landen online und bleiben dort oft viel länger sichtbar, als vielen bewusst ist. Die sogenannte Öffentlichkeitsfahndung wird nicht nur bei schweren Straftaten eingesetzt, sondern teilweise auch bei kleineren Fällen, und das sorgt für starke Kritik! Das Problem dabei ist, dass Bilder und Namen im Netz schnell weiterverbreitet werden und sich später kaum noch vollständig löschen lassen. Für die Betroffenen kann das zu echten Konsequenzen führen, selbst wenn sich ein Verdacht später nicht bestätigt.

Besonders heikel ist, dass solche Fotos in Suchmaschinen, sozialen Netzwerken und auf anderen Webseiten dauerhaft auftauchen können. Dadurch entsteht für Verdächtige oft ein digitaler Rufschaden, der sich nur schwer/nicht wieder reparieren lässt. Fachleute sehen deshalb einen Konflikt zwischen öffentlichem Interesse und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte. Sie warnen davor, dass alte Regeln nicht mehr gut zu einer Welt passen, in der Inhalte in Sekunden verbreitet werden.
Deshalb sei die im Gesetz geforderte Verhältnismäßigkeit, bei Anwendung der alten Regeln nicht mehr gleich wie früher gegeben.

Am Ende zeigt das Thema vor allem eins: Im Internet verschwindet nichts einfach so. Wenn du Inhalte teilst, speicherst oder weiterleitest, kann das viel länger Wirkung haben, als du denkst. Genau deshalb ist es wichtig, dass die Verantwortlichen bei öffentlichen Fahndungen und sensiblen Bildern genauer hinzuschauen. Aber auch bei Bildern die du selbst von dir, oder auch anderen hochlädst, ist das Hochladen kritisch zu überdenken. 

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