Ihr widersprecht in euren Google-Einstellungen dem Tracking eurer Daten bei Web- und App-Aktivitäten und denkt, jetzt sind eure Daten sicher. „Falsch gedacht!“, wie sich jetzt vor Gericht herausstellte.
Über einen Zeitraum von 8 Jahren soll Google auf eure Handys und auf Handys von insgesamt 98 Millionen Nutzerinnen und Nutzern zugegriffen haben, um Daten zu sammeln, speichern und zu verwenden um ihr Verhalten zu überwachen. Mittels des Software Development Kits (SDK) Firebase, auf dem viele Apps basieren, werden Aufrufe einer App-Seite registriert und die URL und der Titel der Seite, sowie die dahinführende Seite (Referrer-Seite) gemeldet. Es basieren so viele Apps auf Firebase, weil sie ohne Firebase keinen Zugriff auf Google Analytics, Google Ads hätten und auch keine Vermarktung im Play Store möglich wäre.
Deshalb wurde Google im Sommer 2020 in einer Sammelklage verklagt. Jetzt kam es zu einem Gerichtsurteil in den USA, in dem Google zu einer Strafe von 365 Millionen € verurteilt wurde. Die Behauptung, dass Nutzerinnen und Nutzer die Daten kontrollieren, einsehen und löschen können, sei falsch. Google wehrt sich mit der Begründung, dass der Konzern darüber informieren würde, welche Daten nach Abschaltung des Trackings gesammelt werden.
Falls ihr jetzt das Tracking der Web-und App-Aktivitäten deaktivieren wollt, könnt ihr hier sehen, wie das geht.
