Metas KI-Chat interessiert sich für Freunde und Familie?

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Der KI-Assistent „Muse“ von Meta legt wohl automatisch Dateien mit Informationen über deine Familie und Freunde an. Zwei Sicherheitsforscher haben dies nun herausgefunden, als sie die KI aufgefordert haben, ihnen interne Dateien anzuzeigen.

Den Forschern fiel auf, dass die Software automatisch Dateien zu Personen anlegt, über die in den Chats geschrieben wurde. Diese Dateien enthalten Rubriken wie „Fakten“, „Geschichte“ und „Gemeinsamkeiten“, aber auch Rubriken zur gemeinsamen Beziehung oder zu Konflikten. Dabei fiel auf, dass die KI die Daten, die beim Schreiben über die genannten Personen anfielen, systematisch strukturierte und kategorisierte. Als Grund gab Meta an, dass man die Beziehung zu echten Menschen aus dem Umfeld des Nutzers oder der Nutzerin verstehen wolle, damit der Agent möglichst hilfreiche Informationen liefern könne – beispielsweise, um an Geburtstage zu erinnern oder sich zu merken, in welches Restaurant eine bestimmte Person am liebsten geht.

Abgesehen davon, dass hierbei Profile von unbeteiligten Personen erstellt werden, die selbst vielleicht gar nicht die Dienste von Meta nutzen möchten, ist unklar, ob und wie nachhaltig sich diese Informationen wieder aus Metas KI löschen lassen. Außerdem bietet die KI die Möglichkeit, sich mit Instagram zu verknüpfen. Dann würden also auch Interaktionen auf Instagram – Beiträge, die du likest, oder Kommentare, die du unter Inhalten hinterlässt – in die Profilbildung von Muse einfließen. Umgekehrt befindet sich unter Umständen auch ein Profil über dich in den KIs deiner Freunde oder von Personen, mit denen du gerade Streit hast. Es könnte also sein, dass die Meta-KI ein Profil über dich anlegt, mit lauter negativen Informationen, die dich schlecht darstellen.

Meta rollt Muse aktuell erst in bestimmten Ländern aus. In Deutschland kann man sich, Stand Oktober 2026, erst auf eine Warteliste setzen lassen. Dennoch hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Technologien, die ein Konzern zunächst nur in bestimmten Regionen ausprobiert, im Erfolgsfall irgendwann als Standardkomponente in all seine Dienste weltweit eingebunden werden. Vielleicht baut Meta diese Profilbildung über unbeteiligte Dritte also automatisch in alle KI-Chats bei Instagram, WhatsApp und Threads ein.

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heise.de: Muse speichert anscheinend intime Details über Freunde und Familie seiner Nutzer
mimikama.at: Metas KI-Assistent Muse kann private Details über Freunde und Familie speichern