Challenge als Zeitvertrieb? Lieber nicht…

Ein junger Mensch, der Handy mit #Blackout-Challenge Schriftzug in der Hand hält
bearbeitet mit canva.com, von MART PRODUCTION von Pexels

 

Die Ferienzeit ist voll im Gange und für viele bedeutet es mehr Zeit mit den Medien. Wir konsumieren alles, was uns vorgeschlagen wird und lassen uns manchmal zu einer Challenge verlocken. Im Laufe dieses Sommers 2026 gab es immer wieder Meldungen aus verschiedenen Regionen in Deutschland, dass Jugendliche wegen einer Challenge ins Krankenhaus mussten. 

Challenges bei Social Media sehen meistens lustig und unterhaltsam aus. Nicht jede Challenge ist aber so harmlos, wie es für das Publikum auf den ersten Blick aussieht. In den letzten Fällen handelte es sich konkret um die „Blackout Challenge“ (auch „Knockout/Choking Challenge“ genannt), bei der es darum geht absichtlich eine Form von Sauerstoffmangel im Gehirn zu erzeugen, um kurzzeitig „wegzunicken“ oder bewusstlos zu werden, zum Beispiel durch Atem anzuhalten oder sehr stark einzuschränken, bis es zu Schwindel, Benommenheit oder sogar Ohnmacht kommt. Solche Challenges haben oft nicht reparierbare Folgen: Gehirnschäden, Erstickungs- oder Bewusstlosigkeitsunfälle und plötzlicher Tod durch Sauerstoffmangel und Herzrhythmusstörungen. Was anfangs als Trend aussieht, kann auch lebensbedrohlich werden. Dies zeigten auch die jüngsten Fälle dieser Challenge, die nicht so lustig waren, wie erwartet. 

Und warum macht man es, wenn es sogar lebensbedrohlich sein kann? Gründe dafür gibt es mehrere: soziale Anerkennung und Aufmerksamkeit innerhalb einer Gruppe oder im Freundeskreis, der Gruppendruck und das Gefühl, man müsse „mitziehen“, das Bedürfnis, mit anderen mitzuhalten und zeigen, dass man „mutig“ ist sowie Nachahmung: Was viele posten, wirkt schnell normal und modern. Wenn etwas modern und zum Trend wird, muss was dran sein und es wollen ja alle.    
 
Es hilft sehr, über das im Netz gesehene und Challenges zu sprechen und diskutieren, warum es für einen gut oder schlecht sein kann. Darüber solltest du dich dafür entscheiden, diese Challenges nicht weiter zu verbreiten, denn diese leben förmlich davon, dass sie weitergeleitet werden und viele  Klicks generieren. 

Hier sind die letzten Vorfälle und ein paar Informationen zu den Challenges verlinkt: 

Fälle aus Deutschland:

Mehr Informationen zu Challenges findest du hier: