Die Ferienzeit ist voll im Gange und für viele bedeutet es mehr Zeit mit den Medien. Wir konsumieren alles, was uns vorgeschlagen wird und lassen uns manchmal zu einer Challenge verlocken. Vor Kurzem in diesem Sommer 2026 gab es wieder Meldungen aus verschiedenen Regionen in Deutschland, dass Jugendliche wegen einer Challenge ins Krankenhaus mussten.
Verbringst du deine Freizeit auch bei Social Media? Dann sind dir ja „Challenges“ bestimmt schon lägst bekannt. Erst wirkt es wie harmloser Spaß, dann wollen manche aus Neugier oder wegen Gruppendruck selbst mitmachen. Es geht mit einer unschuldigen Challenge los, wenn sie für dich amüsant ist und bekommst sie dann noch mehr und überall in deinem Feed oder deiner FYP solche Videos zu sehen. Du hast jetzt Zeit und kommst auf die Idee, vielleicht auch ein paar auszuprobieren. Einige Challenges auf YouTube und TikTok sind vielleicht lustig und unterhaltsam. Es gibt aber auch immer wieder Challenges, die gefährlich werden können. Denke erst über die Risiken nach, bevor du dich in eine Challenge stürzt. Manche Mutproben können zu schweren Verletzungen führen oder sogar tödlich enden. Darum gilt: Erst Risiken bedenken, dann entscheiden und nicht einfach bedenkenlos mitmachen, nur weil es im Feed gerade „cool“ aussieht.
Was sind Challenges auf Social Media?
Challenges sind Mutproben und Videoversuche, bei denen man eine bestimmte Aufgabe erfüllen muss und sich dabei filmt. Diese Videos sollen Likes und Anerkennung bringen. Manche Herausforderungen sind nicht gefährlich (z. B. bestimmte Fitness- oder Geschicklichkeitsaufgaben), andere fordern aber riskantes oder selbstgefährdendes Verhalten.
Harmloser wirkende Beispiele von bekannten „Trend“-Challenges sind zum Beilspiel z. B. Plank- Challenge, Bottle-Cap-Challenges oder die Ice-Bucket-Challenge. Weniger harmlos und sogar sehr gefährlich ist die Cinnamon-Challenge, bei der man ein Löffel voller Zimt essen sollte. Harmlos, auf keinen Fall! Cinnamon Challenge kann gefährlich sein, weil du extrem viel Zimt-Pulver schnell einatmest oder es bis in die Atemwege gelangt, die Atemwege blockiert und dabei Erstickungsgefahr und Verschlucken drohen. Zu den gefährlichen Challenges gehört auch die „Hot Chip / One Chip“-Challenge, bei der man extrem scharfes Essen zu sich nimmt. Klingt lustig, kann jedoch stark den Körper reizen oder überfordern, extremen Verbrennungen der Schleimhäute mit Schwellungen bis hin zu Kreislaufproblemen und Stressreaktionen führen. Sehr verbreitet ist auch die Ohnmachts-Mutprobe „Blackout Challenge“ (auch „Knockout/Choking Challenge“ genannt), bei der es darum geht absichtlich eine Form von Sauerstoffmangel im Gehirn zu erzeugen, um kurzzeitig „wegzunicken“ oder bewusstlos zu werden, zum Beispiel durch Atem anzuhalten oder sehr stark einzuschränken, bis es zu Schwindel/Benommenheit kommt. Solche Challenges haben Folgen: Gehirnschäden, Erstickungs- oder Bewusstlosigkeitsunfälle und plötzlicher Tod durch Sauerstoffmangel und Herzrhythmusstörungen. Was anfangs als Trend aussieht, kann auch lebensbedrohlich werden. Dies zeigten auch die jüngsten Fälle dieser Challenge, die nicht so lustig waren, wie erwartet.
Nachdem man die schlimmen Folgen gelesen oder gehört hat, fragst du dich vielleicht, warum so viele mitmachen. Es gibt gleich mehrere Gründe wie zum Beispiel soziale Anerkennung und Aufmerksamkeit innerhalb einer Gruppe oder im Freundeskreis, der Gruppendruck und das Gefühl, man müsse „mitziehen“, das Bedürfnis, mit anderen mitzuhalten und zeigen, dass man „mutig“ ist sowie Nachahmung: Was viele posten, wirkt schnell normal und modern. Wenn etwas modern und zum Trend wird, muss was dran sein und es wollen ja alle.
Was kann man konkret tun?
Es hilft sehr, darüber zu sprechen und diskutieren, warum es für einen gut oder schlecht ist. Darüber hinaus kann man sich entscheiden, diese Challenges nicht weiter zu verbreiten, denn diese leben davon, dass sie weitergeleitet werden und Klicks generieren. Hier noch ein Paar Hinweise: