Personalisierte KI-Suchen lenken Jugendliche

"JIMS-Stude 2025" in weißer Schrift. Im Hintergrund die Print-Version der Studie.
mpfs.de/studie/jim-studie-2025/


Die JIM‑Studie (Jugend, Information, Medien) ist eine jährliche, repräsentative Untersuchung zum Medienverhalten von 12‑ bis 19‑jährigen Jugendlichen in Deutschland. Sie zeigt, welche Medien wie und wozu genutzt werden. Am 14.11.2025 wurde die diesjährige JIM-Studie im Rahmen eines Live-Streams veröffentlicht. 

Heraus kam z.B., dass bei der Informationsbeschaffung sich zurzeit einiges wandelt. Früher waren die klassischen Suchmaschinen (auch weiterhin mit 68% die erste Anlaufstelle) noch klar vorne, doch in den letzten Jahren wird KI immer mehr zur Quelle. Alleine ChatGPT belegt mit 39% den zweiten Platz, wenn es darum geht, wo man Informationen hernimmt. Auf Platz 3 folgt YouTube (31%). Das Kritische hierbei ist, dass eine KI-Suche viel mehr über dich herausfindet, als eine „normale“ Eingabe in einer klassischen Suchmaschine. Mit der KI-Suche interagierst du, stellst Nachfragen, veränderst die Fragestellung nochmals – mit diesen kleinen Rückmeldungen gibst du unbemerkt viel mehr über dich preis. Dadurch gibt dir die KI-Suche als nächste Antworten bereits auf dich  „angepasste“ Antworten heraus. Dabei lässt sie vermeintlich für dich Uninteressantes weg und du bekommst auf einmal nur noch einen Teil der Informationen zu sehen, die es eigentlich im Internet gäbe.

Die Studie hat sich auch mit vielen weiteren Themen beschäftigt. So zeigt sich, dass Jugendliche eine durchschnittliche Bildschirmzeit von knapp 4 Stunden haben. Auch gab es häufig bei der Befragung als Antwort, dass die Selbstregulierung im Umgang mit dem Gerät schwerfällt. Oft hängt man doch länger an seinem Smartphone als man eigentlich wollte. Einige (30%) berichten, dass sie morgens müde sind, weil sie auch nachts noch lange am Smartphones sind. Wenn du das Problem auch hast, kannst du die Bildschirmzeitbeschränkung in deinen Einstellungen für deine meistgenutzten Apps einstellen. Bei manchen kann man das mit einem Passwort verknüpfen, das könntest du jemand anderen einstellen lassen, damit du die Sperre nicht selbst ausschaltest. 

Befragt wurden die Jugendlichen auch zum Thema Gaming. 71% der Befragten gaben an, dass Zocken für sie ein fester Bestandteil des Alltags ist. 94% Spielen zumindest gelegentlich. 
Am Meisten wird unter den Befragten das Smartphone, dann die Konsole und zum Schluss der PC zum Spielen benutzt. Im Durchschnitt verbringt ein Jugendlicher 88min am Tag mit Zocken. Jungs spielen eher mehr als Mädchen. Das beliebteste Spiel unter allen Altersgruppen bleibt jeweils deutlich „Minecraft“. 

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mfps.de (PDF)
mfps.de (Studie 2025)