Am ersten Donnerstag im November setzt die UNESCO jedes Jahr ein Zeichen gegen Gewalt und Mobbing an Schulen, auch im Netz. Worum es an dem Tag geht und wo du Hilfe findest, haben wir letztes Jahr zusammengefasst. In diesem Jahr lädt die UNESCO ihre Mitgliedsstaaten am 5. November zu einem Austausch ein. Das Motto lautet sinngemäß: „Alle Lernenden sicher und wohlbehalten – vom Versprechen zur Praxis“.
Bei Cybermobbing werden oft persönliche Daten gegen jemanden eingesetzt. Hier sind drei typische Fälle und was du tun kannst.
Ein Foto oder Video von dir wird ohne Erlaubnis geteilt
Du hast ein Recht am eigenen Bild. Grundsätzlich darf niemand Aufnahmen von dir ohne deine Einwilligung veröffentlichen. Melde den Beitrag bei der Plattform und verlange, dass er gelöscht wird. Mehr dazu findest du auf unserer Themenseite Bildrechte.
Screenshots aus einem privaten Chat landen in der Gruppe
Was du jemandem im Vertrauen schreibst, ist nicht für alle bestimmt. Wer private Nachrichten weiterverbreitet, kann deine Persönlichkeitsrechte verletzen. Bitte die Gruppen-Admins, die Inhalte zu löschen, und hol dir Unterstützung. Mehr dazu findest du auf unserer Themenseite Messenger.
Jemand gibt sich mit einem Fake-Profil als du aus
Fast alle Plattformen haben ein eigenes Meldeformular für Fake-Profile und Identitätsdiebstahl. Bitte auch Freundinnen und Freunde, das Profil zu melden, und warne deine Kontakte. Falls jemand Zugriff auf deinen Account hatte, ändere sofort deine Passwörter.
Wichtig in allen Fällen: Erst Beweise sichern, dann melden und blockieren.
Mach Screenshots mit Datum, Link und Profilnamen. Nach dem Blockieren oder Löschen kommst du oft nicht mehr an die Inhalte heran.
Wenn dich Mobbing belastet, musst du da nicht allein durch. Die Nummer gegen Kummer erreichst du kostenlos und anonym unter 116 111. Weitere Tipps findest du auf unseren Themenseiten Cybermobbing und Netiquette.
Mehr zum Aktionstag gibt es bei der UNESCO.
