Deine Daten und KI

Wieso braucht eine KI meine Daten?

Wie wir bisher gelernt haben, kann eine KI nur mit den Daten vergleichen, die sie in ihrem Bestand hat. Oftmals werden Texte im Internet von Erwachsenen geschrieben oder in einem Stil, der nicht der Alltags- und Jugendsprache entspricht. Daher können wir uns allein durch das Lesen eines Textes über die Sprache und die verwendeten Wörter ein Bild vom Gegenüber machen. Besonders wohl fühlen wir uns bei einer Kommunikation mit jemandem, der ähnlich denkt wie wir und Dinge auf ähnliche Weise versteht. Deshalb sollen Chatbots Jugendliche in einer Sprache ansprechen, die sich wie Gespräche mit ihren Freunden anfühlt. Um diesen speziellen Sprachstil zu erlernen, muss die Datenbank der KI jedoch mit vielen Sprachbeispielen von Jugendlichen trainiert werden.

Da man Jugendliche aber nicht einfach anstellen und sie gegen Bezahlung Texte schreiben lassen kann, greifen die Anbieter von KIs auf Chats zurück, die ihre jungen Nutzerinnen und Nutzer untereinander oder mit einer KI führen.

Einige große Anbieter haben mittlerweile ihre Geschäftsbedingungen so geändert, dass alles, was die Nutzer:innen auf ihren Plattformen schreiben, von den Diensten zum Training und zur Weiterentwicklung des Angebots verwendet werden kann.

Das klingt zunächst harmlos, aber es bedeutet, dass auch vertrauliche Geheimnisse, die man seiner Freundin im Chat anvertraut, zukünftig in das Training der KI einfließen können. Auch Bilder, die man sich über Social Media gegenseitig zusendet, werden analysiert und zur Erstellung neuer Bilder verwendet.

Vorsicht bei Bildgeneratoren!

Mittlerweile gibt es viele KI-Tools, mit denen du deine Bilder aufhübschen oder verändern kannst. Wenn du aber beispielsweise mit Tools wie  “Nano-Banana” von Google arbeitest, speist du deine Fotos direkt in die Datenbank von Google ein und überträgst alle Rechte an den Konzern. Problematisch ist das besonders, wenn du dort Fotos von deinen Freunden hochlädst, ohne dass sie dir vorher ihre Erlaubnis gegeben haben. Warum Bildgeneratoren ein so mächtiges, aber auch gefährliches Tool sind, erfährst du genauer auf dieser Seite.

Aktivität: Prompt-Vergleich

Aufgabenbeschreibung:

Mehrere Schülerinnen und Schüler sollen den gleichen Assistenten verwenden (z.B. WhatsApp-AI, Snapchat-AI, Gemini, Chat-GPT, Perplexity). Nun  geben sie zunächst drei beliebige Frage zu festgelegten Themen ein (z.B. eine Frage zu ihrem letzten Urlaubsziel, etwas zu einem Lieblings-Lebensmittel, eine wertende Frage “Wie findest du…" “Ist es gut dass….”  Zu der letzten Frage sollen sie eine Nachfrage zu der Antwort stellen.

Anschließend sollen alle die exakt selbe Frage, hier auch mit identischer Orthographie und Interpunktion stellen. 

1. "Was soll ich als nächstes machen?"

2. “Was soll ich mir als nächstes kaufen?”

Lernziel:

Die Aufgabe soll den Schülerinnen und Schülern aufzeigen, dass KI-Ausgaben schon durch kurze Wortwechsel verändert werden können. Es kann zum Beispiel der Unterschied zu Suchmaschinen erarbeitet werden, wo die Ergebnisse bei jedem Nutzer gleich sind. 

Stichwort:

Training: Damit generative KI zufriedenstellende Ausgaben treffen kann, muss sie vorher lernen. Das passiert, indem man den Datenbestand erhöht und der KI dann bestenfalls menschliches Feedback gibt. Daraus wird die KI zu von den Nutzern gewünschten Ausgaben trainiert.

Download Arbeitsblatt

AB 05, Prompt-Vergleich
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Meta dringt erneut in private Daten vor
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Metas KI will wieder mit EU-Daten lernen
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