
Weihnachtsshopping mit der Datenschutzbrille

Weihnachten ist immer auch Hochsaison fürs Einkaufen. Wunschlisten, Rabattaktionen, Sendungsverfolgung, digitale Gutscheine – kaum ein Monat produziert so viele Daten wie der Dezember. Nicht alles davon ist problematisch, aber manchmal gibt es gute und einfache Alternativen. Schließlich wollen wir Freude verschenken – nicht unsere Daten.
Geschenke sagen etwas über Beziehungen – Daten auch
Die Merkliste im Shop ist praktisch. Die digitale Wunschliste hilft, den Geschenkkauf zu koordinieren. Das Pinterest-Board erinnert uns an Dinge, die uns ins Auge gefallen sind. Aber sie sagen auch viel über uns aus. Was sind unsere Interessen, welches Budget haben wir zur Verfügung und wer sind unsere Freunde? Die Listen „Geschenk für Mama“ oder „Spielzeug für 8-Jährigen“ sind schon recht aussagekräftig. Sie könnte für Statistiken und Marktanalysen verwendet werden. Es gibt genug Unternehmen, die gern für solche Informationen hohe Beträge bezahlen, um anhand des Kaufverhaltens derzeitige Trends herauszufinden.
Weihnachtsplätzchen statt Cookies
Lass dir von der Räucherkerze im Nussknacker nicht den Kopf vernebeln: Datensparsamkeit gilt auch in der Vorweihnachtszeit. Braucht es wirklich den Account in einem Shop, den du danach nicht wieder besuchst? Bist du so im Plätzchen-Rausch, dass du vergisst, Cookies abzulehnen? Was musst du von dir preisgeben, um einen Gutscheincode zu erhalten? Ist im Shop-Adventskalender nicht einfach nur Ramsch? Wer auf seine Daten achtet, lebt besser. Auch an Weihnachten.
Der Weihnachtsmann lebt nicht am Amazonas
Natürlich ist es bequem, einfach alles bei einem bestimmten Online-Händler zu kaufen. Du brauchst nur ein Konto, es gibt (fast) alles und die Rückgaben werden auch zentral abgewickelt. Wir möchten nicht vom Weihnachtsshopping bei Amazon abraten – aber dich zum Nachdenken anregen. Der große Online-Händler weiß extrem viel über dich: Was du kaufst, wann, wie oft, für wen, in welcher Preisklasse, in welcher Lebensphase. Vielleicht fallen dir selbst ein paar Alternativen ein und du findest ähnliche Produkte bei dir vor Ort.
Was kannst du machen?
- Lokale Geschäfte in deiner Nachbarschaft unterstützen
- Kleinere Online-Shops nutzen (oft weniger Tracking)
- Gutscheine ohne Account-Zwang verschenken
- Gebrauchtplattformen ausprobieren – oft sind die datensparsamer als gedacht
- Gastbestellungen nutzen, wo möglich
- Neue Geräte gemeinsam einrichten und auf die Datenschutzeinstellungen achten
- Funktionen deaktivieren, die man nicht braucht (Mikrofon, Standort, Kontakte)











