
Fortnite im Datenschutz-Check

Fallschirm springen, farmen, feuern: Bei Fortnite geht es rund. Das Spiel hat einst als Battle-Royale-Klon begonnen – heute ist es so viel mehr. Aber wer verdient eigentlich Geld mit der großen Community? Und was passiert mit Deinen Daten, während Du lootest und levelst?
Fortnite ist mehr als nur ein Ballerspiel
Du landest auf einer Insel, sammelst Waffen, ballerst die anderen ab und versuchst, am Ende allein übrigzubleiben. Klare Sache: Das beliebte Online-Spiel ist stark von PUBG: Battlegrounds (ursprünglich Playerunknown’s Battlegrounds) inspiriert. Aber Fortnite ist längst mehr als das. Es gibt Konzerte, Events, Party-Modi, Koop-Abenteuer, Rennen und sogar ganze Erlebniswelten.
Als Fortnite-Gamer bist Du Teil einer großen Community. Du kannst Dich mit Freund:innen verabreden oder im Chat neue Leute kennenlernen. Du kannst auch einen ganzen Tag im Bau-Modus verbringen,Bäume fällen und Rampen bauen. Oder im Creative-Modus eigene Welten entwerfen.
Skins, Tänze, Battle Pass – was kostet der Spaß?
Fortnite ist kostenlos – zumindest am Anfang. Wer mehr will, braucht V-Bucks: für coole Kleidung oder die besten Fortnite-Tänze. V-Bucks kauft man natürlich mit echtem Geld – und das landet dann bei Epic Games. Das Unternehmen gilt als sehr reich und wird nach einer Finanzierungsrunde 2024 mit 22,5 Milliarden US-Dollar bewertet.
Fortnite merkt sich, was Du spielst, kaufst und magst. Diese Daten nutzt das Unternehmen, um Dir Lizenz-Skins von Marken wie Marvel oder Stars wie Ariana Grande anzudrehen. Überhaupt scheint sich alles darum zu drehen, Dich in den Shop zu bekommen. Besonders trickreich: Viele Items sind nur kurz im Shop, vermutlich um Dich unter Druck zu setzen. Solche Marketing-Tricks nennt man auch „Dark Patterns“ – und sie werden sehr bewusst eingesetzt.
Wer spielt da mit Dir?
Fortnite ist offiziell ab 12 Jahren freigegeben. Aber Epic Games, die Firma hinter Fortnite, prüft das Alter nicht aktiv. Wer beim Geburtsdatum schummelt, ist drin – so einfach geht das. Im Spiel weißt Du nicht, wie alt dein Gegenüber ist. Schnell kannst du in offenen Voice-Chats landen oder in Gruppen, in denen es nicht altersgerecht zugeht. Oder einzelne Spieler:innen gemobbt werden. Epic Games wurde daher von der US-Verbraucherschutzbehörde (FTC) abgestraft und musste eine sehr hohe Strafe zahlen, weil das Spiel zu wenig Schutz für Kinder bot. Seitdem sind einige Privatsphäre-Einstellungen voreingestellt. Du solltest trotzdem selbst überprüfen, welche Funktionen du nutzt, wer mit dir chatten kann und welche Daten du teilst.
Was kannst Du machen?
Nach der Strafe durch die FTC musste Epic Games viele Dinge verbessern. Heute gibt es Elternkonten mit Kinderschutz-Einstellungen. Voice-Chats sind bei Kinderkonten automatisch deaktiviert. Auf folgende Dinge kannst du achten, wenn du in Fortnite sicher unterwegs sein willst:
- Stell Voice-Chat und Freundesanfragen von Fremden aus.
- Keine privaten Daten im Chat – keine Namen, kein Wohnort.
- Nutze eine separate E-Mail-Adresse fürs Gaming.
- Achte aktiv auf deine Einstellungen, die ändern sich manchmal.
- Spiele mit Leuten, die Du kennst, das macht mehr Spaß.
Lass Dich vom Shop nicht stressen – Du entscheidest, was Du kaufst.



















