Haferflocken: Lass dich bloß nicht vergiften!

Haferflocken in einer Schale mit einem Warnzeichen für giftige Stoffe mit einem Totenkopf
canva.com

Vielleicht hast du es gerade auch mitbekommen: Haferflocken seien schädlich. Diese Meinung verbreitet sich auf Social Media schnell, obwohl die Belege für diese Annahmen fehlen. Dank Social Media erreichen solche Theorien aber ein großes Publikum in Lichtgeschwindigkeit und zielen darauf ab, die Meinungen der Gesellschaft zu beeinflussen. Sind Haferflocken den nun wirklich schädlich und wieso sind Fake News oft so erfolgreich?!

Dass Haferflocken schädlich oder sogar ungesund für den menschlichen Körper sind, kursiert gerade im Netz. Diese werden unter den Hashtag #oatconspiracy von vielen Influencer:innen geteilt. Deren Videos sind zumeist von Desinformation und aus dem Kontext gerissenen Fakten geprägt. Trotz dessen werden diese Videos millionenfach geschaut und geteilt. Begreifen die Nutzenden nicht, dass die Behauptungen über Haferflocken möglicherweise gar nicht Stimmen?!

Vor allem Social Media gilt bekanntlich als Paradies für die Verbreitung von Fake News. Manche Plattformen haben zwar Fakten-Checker-Programme implementiert, diese sind aber meistens unzureichend, um User:innen vor Fake News zu warnen. Der Meta-Konzern, zu dem Facebook, WhatsApp und Instagram gehören, hat zum Beispiel im Januar 2025 seine Fakten-Checker eingestellt. Also liegt es an dir selbst, dich zu informieren und gegenzuchecken, ob die Inhalte, die du zu sehen bekommst, auch wirklich stimmen. Aber wie kannst du dich vor Verschwörungstheorien und Fake News in den sozialen Medien schützen?

Es hilft immer wieder die Inhalte, die man gerade gesehen hat, zu hinterfragen. Ist der Content eventuell von KI erstellt? Gibt der Creator seriöse Quellen an? Auf Tiktok, Instagram, Telegram, X usw. gibt es zwar auch eine große Anzahl an informativen Creatorn, jedoch bedenke immer, dass du diese Plattformen nicht zur primären Informationsbeschaffung nutzen solltest. Schaue dir immer mehrere Quellen an! Darüber hinaus verbergen sich hinter den Diensten Unternehmen, die auch politische und wirtschaftliche Absichten verfolgen und deren Ziel hauptsächlich Profit ist.

Viele Creator haben begriffen, dass ihre Videos nicht besonders informativ sein müssen, um viral zu gehen. An Stelle dessen setzten sie vermehrt auf kontroverse und provozierende Inhalte ein, die beim breiten Publikum Emotionen hervorrufen, die Diskussionen in Kommentarbereichen auslösen und viele Interaktionen auf den Beitrag generieren. Diese Art von Clickbaiting ist an stark übertriebenen Aussagen und zumeist aus dem Kontext gerissenen Zitaten und Fakten zu erkennen. Vor allem spielen Erstellende mit den Emotionen der Nutzenden, wie Angst, Wut, Verzweiflung, Kontrollverlust usw. Im Beispiel von Haferflocken wirst du mit der Falschbehauptungkonfrontiert, dass du möglicherweise etwas ungesundes essen würdest, was sich schädlich auf deinem Körper auswirke. So ist wirst du direkt an das Video gebunden, da es ja deine Gesundheit beeinflussen könnte. Da diese Videos so viele Interaktionen, generieren, gehen diese meistens besonders viral und erreichen so eine große Menge an Menschen.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert es mit den Fake News bezüglich politischer Meinungen. Möchten die Parteien oder deren Anhänger:innen die Meinungsbildung beeinflussen, suchen sich diese etwas, was Menschen emotional bewegt und verarbeiten dies in deren sehr lautem Content. Damit erzielen sie, dass die Zuschauenden in ihren Meinungen verfestigt werden und ggf. noch extremer werden, oder dass sie ihre eigene Meinung zu hinterfragen beginnen. Ziel erreicht! Nur die, die wissen, dass man vielleicht erst einen Faktencheck machen sollte, bevor man fremde Meinungen aus Fake News übernimmt, sind vor solcher Beeinflussung auch geschützt!

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