Wenn der Schulalltag Pause macht, bleibt endlich Zeit für Dinge, die oft zu kurz kommen. Dazu gehört auch der Blick auf die eigenen Social-Media-Profile. Die Sommerzeit eignen sich hervorragend, um Accounts aufzuräumen, Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen zu überprüfen und die Kontrolle über eigenen Daten zu stärken.
Bewahre deine Daten für dich!
Deine Daten sind wie ein wertvoller Schatz. Gib sie niemals an Fremde weiter! Verrate nicht deinen Namen, Adresse, Schule, Telefonnummer, Passwörter usw. im Netz. Wenn jemand nach deinen Daten fragt, könnte es sich um eine Falle handeln. Auch wenn du KI-Tools wie z. B. ChatGPT oder MetaAI verwendest, achte darauf, dass du keine persönlichen Daten eingibst. Damit die KI sie nicht speichert und mit ihnen trainiert. Informiere dich über Vor- und Nachteile der Anbieter.
Melde Verdächtiges
Reagiere rechtzeitig! Wenn etwas verdächtig ist oder nicht gut klingt, schlag Alarm! Wenn dir jemand Nachrichten sendet, in denen er nach Informationen fragt, dich auffordert, etwas Unangenehmes zu tun oder unangemessene Kommentare hinterlässt, melde es unbedingt! Zögere nicht und erzähl es auch deinen Freunden, deinen Eltern oder einem Erwachsenen, dem du vertraust!
Kein Zutritt ohne Schlüssel
Stelle dir dein Profil als einen Tresor vor, in dem du zahlreiche Geheimnisse und Informationen aufbewahrst, schließlich sind ja Nachrichten oder Fotos sehr persönlich und privat. Dein Passwort ist der goldene Schlüssel – damit öffnest du deine eigene Welt. Verwende Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen. Mach es lang und komplex, damit es keiner herausfinden kann und es sehr lange dauert, bis es von Hackerprogrammen geknackt wird.wird. Checke, aktualisiere und ändere deine Passwörter, wenn du es lange nicht mehr gemacht hast und nutze für jeden Account ein eigenes starkes Passwort. Passwortmanager können dir dabei helfen. Auch hier gilt – gebe dein Passwort an niemanden weiter: Nicht einmal den besten Freunden! Du weißt nie, was passieren könnte.
Hinterfrage Zugriffsrechte deiner Apps
Wenn du Apps installierst, sind bereits Voreinstellungen bei Zugriffsrechten festgelegt, die nicht besonders datensparsam sind. Wenn du sehen möchtest, worauf Apps zugreifen können, findest du es unter “Einstellungen” und “Datenschutz” in deinem Gerät. Hinterfrage am besten, was deine Apps wirklich brauchen: Wecker-App Zugriff auf deine Bilder? TikTok auf Mikro, obwohl du nichts aufnimmst? Youtube auf Standort? Wenn die Antwort “Nein” lautet, kannst du es ausschalten und den Regler von an/on auf aus/off schieben.
Schütze deine Privatsphäre – auch vor KI
Es lohnt sich einen Blick in die Datenschutz- und Privatsphäre-Einstellungen zu werfen in deinem Gerät zu werfen. Wer kann dein Profil sehen? Wer darf dir Nachrichten schicken und deine Beiträge kommentieren? Welche Informationen sind von dir öffentlich sichtbar? Mit wenigen Klicks lässt sich oft deutlich mehr Privatsphäre herstellen. KI-Tools lernen durch deine Eingaben (Prompts). Wenn du KI-Tools mit deinen persönlichen Daten oder für ganz privaten Fragen nutzt, können die Anbieter diese speichern und verwenden. Mittlerweile gibt es auch Anbieter, die deine Privatsphäre beachten, wie Lumo oder DuckAI. Informiere dich und achte darauf, dass du keine persönlichen Daten oder deine intimsten Geheimnisse eingibst, selbst wenn die KI-Tools immer sehr persönlich antworten. Du schreibst ja deine Geheimnisse auch nicht an die Tafel
Schau dir an, wem du folgst!
Zeit für Follower- und Kontakte-Check: Entfolge Menschen, die du nicht persönlich kennst, die dir nicht guttun oder die deinen Interessen nicht mehr entsprechen. Entferne Spam, Bots, Fake-Profile. Wenn du bestimmte Influencer:innen entfolgst, verändert sich damit auch gleichzeitig dein Feed bzw. deine For-You-Page.
Sei vorsichtig, bevor du akzeptierst!
Im Internet kann jeder sein, wer er will. Doch man weiß nie, wer sich auf der anderen Seite des Bildschirms befindet oder wer sich als dein Freund ausgeben kann. Das Internet ist voll von gefälschten Profilen oder Bots. Nimm keine Freundschaftsanfragen von unbekannten Personen an und vertraue nicht jeder Person im Netz!
Think before you post!
Posts und Bilder können sich online schneller als das Licht verbreiten. Deshalb denke nach, bevor du etwas von dir oder anderen postest und veröffentlichst. Die Geschwindigkeit ist großartig, aber wahre Stärke besteht darin, kluge Entscheidungen zu treffen. Poste andere nicht ohne sie davor zu fragen. Überlege dir, ob du damit selber ok wärst, wenn dein Post die ganze Welt sieht – auch später in der Zukunft, wenn du studierst oder arbeitest.
Augen auf bei Social Media
Immer mehr Inhalte auf Social Media werden mithilfe von KI-Generatoren erstellt, ohne dass diese ausreichend als KI-Inhalt gekennzeichnet sind – du siehst es überall: AI Slop (KI-Müll). Die KI-generierten Inhalte sind immer schwerer von echten Inhalten zu unterscheiden. Das gilt für Werbung und Produkte, die dir angezeigt wird, genauso wie für Posts zu verschiedenen (auch politischen) Themen.
Check before you trust
KI-Tools können nützliche Unterstützer sein, beispielsweise bei Formulierungen oder Erklärungen. Doch sie ersetzen nie dich und dein Gehirn. Wenn du zu viel KI nutzt, lernst du selbst nichts. Außerdem: Nicht alles, was KI als Antwort geben, stimmt auch wirklich. Die Antworten werden auch aus ungeprüften Online-Inhalten und Websites generiert. Wir wissen schon lange, nicht alle Informationen im Netz sind richtig. Also überprüfe lieber noch mal mit anderen Quellen, ob die Informationen auch wirklich stimmen. Darüber hinaus können Tool mit falschen Informationen oder verzerrten Daten trainiert werden und können somit gesellschaftliche Vorurteile oder diskriminierende Inhalte übernehmen. Check before you trust: Schaue besser zweimal hin, bevor du auf KI-generierte Inhalte reinfällst oder sie sogar weiterverbreitest.
Feed, Timeline & For-You-Page entrümpeln
Deine Interessen ändern sich mit der Zeit, deswegen kannst du den eigenen Feed und deine For-You-Page aufräumen. Entfolge influencer:innen, Accounts und Inhalte, die dich nicht mehr interessieren oder deren Inhalte nicht mehr zu dir passen. Damit beeinflusst du direkt deine Timeline und FYP: Lieber neue, selbst erwählte & inspirierende Inhalte, statt alte, angeheftete und durch ein Algorithmus festgelegte Contents.
Digitale Selbstverteidigung!
Gib deine persönlichen Daten niemals weiter! Überlege dir, mit wem du was teilen willst. Manche Apps sammeln im Hintergrund Daten. Vielleicht bleibt in den Ferien die Zeit, um sich Apps und ihre Zugriffe mal näher anzuschauen. Miste deine Apps mal genauso aus, wie deinen Schulranzen für das neue Schuljahr.
Wir wünschen allen schöne, erholsame und sichere Sommerferien!
Diese Tipps stammen von den Medienscouts MV. Die Slides zum Reposten und mehr Infos zu dem Projekt findest du unter ➡ Medienscouts MV oder ➡ hier bei Youngdata.
Die Ferientipps wurden auch von dem regionalen Nachrichtendienst in MV und der überregionalen Presse aufgegriffen:



























