Rabbit Holes und Filterblasen: Plötzlich bist Du drin

Hase mit Kaffeetasse und Kartenspiel

Du schaust ein Video – dann noch eins. Plötzlich bist Du tief drin in einem Thema und kommst kaum noch raus. Genau so funktionieren sogenannte Rabbit Holes. Sie ziehen Dich immer weiter rein – und können dafür sorgen, dass Du nur noch eine Seite der Wirklichkeit siehst.

Folge dem weißen Kaninchen

Du fragst Dich, was ein Rabbit Hole eigentlich ist? Der Begriff stammt aus Alice im Wunderland. In der Geschichte folgt Alice einem weißen Kaninchen und fällt in ein tiefes Loch. Sie rutscht immer weiter hinein und landet in einer völlig anderen Welt, aus der sie kaum noch herauskommt. Ganz ähnlich läuft das auf Social Media: Du steigst mit einem harmlosen Video ein und – schwups – bist Du mittendrin in Deiner eigenen kleinen Unterwelt. Deine Hausaufgaben und Deine Freunde scheinen plötzlich ganz weit weg.

Warum Du immer tiefer rutschst

Dass Du immer weiter in so ein Rabbit Hole rutschst, ist kein Zufall. Die Plattform merkt genau, welche Videos Du anschaust und wie lange du dranbleibst. Schon nach wenigen Klicks bekommt Deine Startseite immer mehr Inhalte, die zu Deinem neuen Lieblingsthema passen. Und nicht nur das: Oft werden die Videos auch etwas emotionaler, überraschender oder polarisierender – damit Du weiter dranbleibst.

So entsteht ein Sog. Du klickst ein Video, bekommst ein ähnliches vorgeschlagen, dann ein noch passenderes – und plötzlich bist Du mittendrin. Ohne es zu merken, bewegst Du Dich immer weiter in eine Richtung.

Wie aus dem Loch eine Blase wird

Ein Rabbit Hole ist oft nur der Anfang. Wenn Du immer wieder ähnliche Inhalte siehst, kann daraus eine Filterblase entstehen. Dann zeigt Dir Deine Startseite dauerhaft vor allem eine Perspektive – andere tauchen kaum noch auf. Es wirkt schnell so, als würden „alle“ so denken. Oder als gäbe es nur diese eine Sicht.

So kommst Du wieder raus

  • Kurz stoppen: Frag Dich, warum Du gerade so viele ähnliche Videos siehst
  • Bewusst gegensteuern: Suche aktiv nach anderen Meinungen und Themen
  • Nicht nur eine Sicht sehen: Nutze Apps wie Ground News oder Buzzard
  • Bubble platzen lassen: Folge Accounts, die anders denken als du
  • Algorithmus trainieren: Klicke auf „Nicht interessiert“ oder swipe gezielt weiter
  • Spuren löschen: Check deinen Suchverlauf und lösche ihn regelmäßig
  • Einstellungen prüfen: Schränke personalisierte Inhalte und Tracking ein

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