Energiespartag: Digital aufräumen, Energie sparen, Daten schützen

Abstrakte Illustration im grün-gelb-blauen Verlauf mit Weltkugel und Akku-Symbol, umgeben von dezenten Blättern und Licht-/Energieformen.
KI generiert, canva.com

Speicher voll, 3.000 Screenshots, Apps, die du nie nutzt – kommt dir bekannt vor?

Genau hier setzt der Internationale Energiespartag (5. März) an: Er erinnert jedes Jahr daran, dass bewusster Energieverbrauch Kosten senkt und dem Klima hilft – und dass das nicht nur bei Heizung und Strom im Haushalt gilt, sondern auch digital (z. B. durch weniger unnötige Daten, weniger Hintergrundaktivität und smartere Nutzung von Online-Diensten).

Was hat Energiesparen mit Datenschutz zu tun?

Datenschutz heißt auch: So wenig Daten wie möglich – und nur dort, wo du sie wirklich brauchst. Dieses Prinzip nennt sich Datensparsamkeit (oder Datenminimierung): Es empfiehlt, nur die Daten zu erheben und zu speichern, die wirklich notwendig sind – nicht mehr. Beispiel: Du gibst einer Foto-App Zugriff auf deine Galerie und aktivierst Cloud-Sync. Das ist super praktisch, weil deine Bilder automatisch gesichert werden – aber sie liegen dann schnell an mehreren Orten (Handy, Cloud, App-Speicher, weitere Geräte). Mehr Speicherorte bedeuten mehr mögliche Angriffspunkte (z. B. bei Geräteverlust oder einer Datenpanne) und weniger Überblick. Gleichzeitig steigt der Stromverbrauch, weil Server die Daten speichern, sichern und synchronisieren – und dafür dauerhaft Energie (inkl. Kühlung) brauchen.

Energiespartag & KI: Schnelle Antworten brauchen trotzdem Strom

KI antwortet oft in Sekunden – deshalb merkt man den Energieaufwand nicht direkt. Hinter einer Anfrage laufen aber Rechenprozesse in Rechenzentren, die Strom brauchen (auch für Kühlung und Betrieb). Wie viel das pro Anfrage ist, hängt stark von Modell, Länge und Technik ab: heise nennt je nach Quelle/Annahmen eine Spanne von ca. 0,3 bis 2,9 Wh pro Textanfrage – als Vergleich: 0,3 Wh sind grob rund 3 % einer Smartphone-Akkuladung.

Im großen Maßstab wird das relevant, weil der Strombedarf von Rechenzentren insgesamt wächst: Laut dena haben Rechenzentren in Deutschland 2023 rund 20 TWh Strom verbraucht (etwa 4 % des deutschen Strombedarfs) – und bis 2030 könnte das auf über 30 TWh steigen.

Auf YoungData findest du das Arbeitsblatt „KI und Nachhaltigkeit" mit Aufgaben und Leitfragen dazu, wann KI sinnvoll ist, warum Anfragen Energie brauchen und wie man KI so einsetzt, dass sie beim Lernen hilft, ohne unnötig Daten und Strom zu verbrauchen. Außerdem gibt es auf der Seite youngdata.de ein tolles Video zum Thema „Energiebedarf und KI: Der Stromverbrauch hinter ChatGPT & Co."

Mini-Challenge zum Energiespartag

1

Lösche 20 Screenshots oder verwackelte Fotos
Fotos/Videos sind groß: weniger Daten = weniger Backup/Upload und weniger Speicherarbeit im Hintergrund.

2

Leere “Zuletzt gelöscht” oder den Papierkorb
Dann wird weniger unnötig weiter gespeichert oder synchronisiert – und dein Gerät muss weniger „verwalten“.

3

Lösche Apps, die du lange nicht genutzt hast
Weniger Apps heißt oft weniger Hintergrund-Sync, weniger Standort-/Benachrichtigungs-Checks und weniger Datenverkehr.

4

Bestelle einen Newsletter ab, den du nie liest
Jede Mail wird übertragen, gespeichert und auf Geräte verteilt – weniger Newsletter senkt diese Last und damit auch den Stromverbrauch.

5

Deaktiviere den Standortdienste für unnötige Apps
Weniger Standortabfragen und Hintergrundaktivität bedeutet oft weniger Akkuverbrauch und weniger Datenübertragung.

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