
KI und große Sprachmodelle leicht erklärt

Künstliche Intelligenz kann schreiben, malen, komponieren. Doch woher hat sie all ihre Informationen – und wie verlässlich ist das Ergebnis? Und was hat das mit dir zu tun?
Die Hausaufgaben macht jetzt ChatGPT
Hand aufs Herz: Hast du schon mal eine KI deine Hausaufgaben machen lassen? Eine Einladung für deine Party erstellt? Oder schnell noch einmal Vokabeln gelernt? Praktisch geht heute ja (fast) alles mit Gemini, Copilot oder Claude. Wenn man den Kopf dabei einschaltet, kann man auch noch etwas lernen. Aber leider stimmt nicht immer alles, was aus der KI so herauskommt. Manchmal erfindet sie einfach eine Antwort – klingt aber sehr überzeugt dabei.
Was sind LLMs und generative KI?
Um zu verstehen, wieso KI-Apps manchmal halluzinieren, also Ergebnisse produzieren, die richtig klingen, aber objektiv falsch sind, muss man verstehen, wie sie funktionieren. LLM heißt „Large Language Model“. Dahinter verbergen sich enorm große Sprachmodelle, die gelernt haben und also imitieren, wie Menschen schreiben, sprechen oder Entscheidungen treffen. Eigentlich „weiß“ die KI nichts im eigentlichen Sinne. Sie hat nur sehr viel gelesen, also Daten verarbeitet, und errechnet dann, welches Wort mit hoher Wahrscheinlichkeit als Nächstes passt. Daraus erstellt sie neue Inhalte. Daher nennen wir sie „generative KI“.
Wie lernt die KI?
Die KI wird mit Unmengen von Daten trainiert. Diese stammen von Büchern, Videos, Websites, Fotos oder Musik. Wie der Roboter aus dem alten Kinofilm „Nummer 5 lebt!“ fressen die Modelle diesen Input in sich hinein, damit sie daraus Muster erkennen und ableiten können. Wie sind Sätze aufgebaut? Wie sehen Katzen aus? Welche Akkorde klingen gut zusammen?
Oft wird nicht gefragt, ob dieser Content überhaupt verwendet werden darf. Viele Künstlerinnen und Künstler finden das unfair, weil ihre Werke ohne Erlaubnis im Trainingsprogramm der LLMs landen.
Lernt die KI auch von dir?
Hast du dich schon einmal gefragt, ob auch deine Informationen zum Training von LLMs verwendet werden? Ja, manche Unternehmen nutzen die Daten ihrer Nutzer:innen, um die KI besser zu machen. Andere speichern sie nur zur Fehleranalyse. Daher solltest du auf keinen Fall private Daten oder gar Geheimnisse teilen. Deinen vollen Namen oder deine Adresse verrätst du der KI lieber nicht.
































