Meta-Mitarbeiter soll 30.000 private Nutzerbilder heruntergeladen haben


Stell dir vor, du lädst private Fotos bei Facebook hoch – und ein Mitarbeiter des Unternehmens speichert sie heimlich auf seinem Rechner. Genau das soll bei Meta passiert sein. Ein Beschäftigter in London steht im Verdacht, rund 30.000 private Bilder von Facebook-Nutzenden heruntergeladen zu haben. Meta hat ihn sofort entlassen und die Polizei eingeschaltet.

Was ist passiert?
Der Vorfall liegt bereits über ein Jahr zurück, wurde aber erst jetzt durch Gerichtsdokumente öffentlich bekannt. Laut der britischen Polizei soll der Mann ein eigenes Computerprogramm geschrieben haben, mit dem er die internen Sicherheitssysteme von Meta umgehen konnte. So soll er unbemerkt auf die privaten Bilder zugegriffen haben. Als Meta den unerlaubten Zugriff entdeckte, wurde er sofort gekündigt, die betroffenen Nutzenden informiert und die Cybercrime-Abteilung der Londoner Polizei eingeschaltet. Meta hat den Vorfall bestätigt und erklärt, die eigenen Sicherheitsvorkehrungen seien inzwischen verbessert worden.

Warum dich das betrifft:
Der Fall zeigt ein grundsätzliches Problem, das für alle sozialen Netzwerke gilt: Wenn du Bilder oder persönliche Inhalte auf einer Plattform hochlädst, vertraust du darauf, dass niemand unbefugt darauf zugreift – auch nicht die eigenen Beschäftigten des Unternehmens. Bei großen Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok oder Snapchat arbeiten Tausende von Menschen, die theoretisch mit Nutzerdaten in Berührung kommen könnten. Unternehmen müssen deshalb technische und organisatorische Maßnahmen treffen, um solche Zugriffe zu verhindern. In der EU regelt die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO), wie Unternehmen mit deinen Daten umgehen müssen. Verstoßen sie dagegen, drohen hohe Geldstrafen.

Überleg dir also gut, welche Bilder du online teilst. Nutze die Privatsphäre-Einstellungen deiner Accounts und prüfe regelmäßig, wer deine Inhalte sehen kann. Denn was einmal hochgeladen ist, liegt auf den Servern eines Unternehmens – und du hast nur begrenzt Kontrolle darüber, wer darauf zugreifen kann.


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