Reich, Reicher, Social Media Milliardär
190 Milliarden Euro misst derzeit das Vermögen des Facebook Gründers Mark Zuckerberg. Einen guten Teil davon hat er dem Meta Konzern (früher Facebook) zu verdanken. Dazu gehören mittlerweile neben Facebook auch noch Instagram und WhatsApp.
Woher kommen die Milliarden, wenn diese Anwendungen gratis erhältlich sind?
Das Geschäftsmodell
Wenn es darum geht herauszufinden, woher ein Unternehmen sein Geld bekommt, dann musst Du Dir dessen Geschäftsmodell anschauen. Jedes Unternehmen hat eins. Es beschreibt dessen Funktionsweise und wie es Gewinne erwirtschaftet. Im Normalfall bietet ein Unternehmen ein Produkt auf dem Markt für einen gewissen Preis an. Der Preis beinhaltet grob gesagt die Materialkosten, die Lohnstückkosten, die Logistikkosten und eine bestimmte Summe, die über diese Kosten hinaus geht, den Mehrwert.
Offensichtlich lässt sich dieses Schema nicht ohne Weiteres auf Insta und Co anwenden. Denn die Anwendungen sind kostenfrei. Die eigentlichen Nutzer – also Du und – ich treten hier nicht als Käufer auf. Du konsumierst lediglich die Inhalte der Plattform. Diese werden aber nicht ausschließlich von anderen privaten Nutzern erstellt, dort triffst Du auch auf Dienstleister und Werbetreibende. Zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells von Plattformen ist die Erfassung und Vermarktung von Nutzungsdaten. Mithilfe der gesammelten Daten wird dann personalisierte Werbung geschalten oder Datenhandel betrieben.
Die Daten sind das Produkt
Das soziale Netzwerk ist also nicht wirklich das Produkt, sondern das Mittel zum Zweck, um an deine Daten zu kommen, und Du hilfst ihnen dabei. So entsteht ein Tauschhandel zwischen Dir und dem Netzwerk. Du gibst die Erlaubnis für die Verwertung Deiner Daten und im Gegenzug darfst Du die Plattform nutzen und Dich mit deinen Freundinnen und Freunden austauschen. Deine gesammelten Daten werden dann von den Konzernen hinter den Netzwerken verwertet.
Geschäftsmodell = datenschutzunfreundlich
Wie wir schon in dem Artikel „Was macht einen Messenger sicher?“ gesehen haben, sind die datenschutzfreundlichsten Dienstleister jene, die weitestgehend auf das Sammeln von Daten verzichten. Das oben beschriebene Geschäftsmodell ist also aus Datenschutzsicht von Haus aus problematisch.
Alternative Geschäftsmodelle
Nun stellt sich die Frage, ob es überhaupt eine Alternative dazu gibt.
Andere Unternehmen haben diese Frage für sich mit ja beantwortet. Sie haben das Geschäftsmodell vom Kopf zurück auf die Beine gestellt und verlangen ganz einfach einen gewissen Preis für ihr Netzwerk. Dabei besteht schlicht und einfach keine Notwendigkeit Daten zu sammeln, denn das Geld kommt von den App-Käufen. Es kann also maximal datenschonend operiert werden.
Es gibt aber auch gemeinnützige Stiftungen und sozial engagierte Einzelpersonen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, datenfreundliche Kommunikation zu gewährleisten. Dabei wird die Finanzierung durch Spenden gewährleistet. Manchmal unterstützen auch Regierungen solche Projekte.
Du siehst also: Es geht wie immer ums Geld. Kein Unternehmen auf der Welt bietet etwas aus Lust und Laune und Gutherzigkeit an. Das liegt ganz einfach in der Natur der Sache. Du kannst dir also überlegen, wie du bezahlen willst, mit Deinen Daten oder mit ein bisschen echtem Geld. Außerdem gibt es da noch tatsächlich gemeinnützige Stiftungen, Vereine oder Einzelpersonen, die versuchen wertebasiert, ein datenfreundliches Internet für alle zu gewährleisten. Diese sind allerdings meist kleiner und verfügen über weniger Kapital als die Dominaten Netzwerke.
Warum du lieber auf deine Daten aufpassen solltest, erfährst du in diesem Artikel.
Weiterführende Links
Hier siehst Du, welcher Messenger wie sicher ist.
Hier gibt´s noch einen ausführlichen Artikel zum Thema Geschäftsmodelle von sozialen Medien







































